In einer Erklärung des Bayrischen Sportschützenbundes zu meiner Bundestagsrede am 22.03.2013 wird mir vorgeworfen, Äußerungen von Vertretern dieses Verbandes inkorrekt wiedergegeben zu haben.
Wie aus der Erklärung zu entnehmen ist, führte ich im Sommer vergangenen Jahres ein Gespräch mit Vertretern dieses Verbandes. Rückwirkend ist es bei den Beteiligten offensichtlich sehr unterschiedlich in Erinnerung geblieben.
Ich habe folgende Wahrnehmung der Ereignisse:
Neben der Besichtigung der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück wurden auch Themen der Sicherheit, der Munition und der korrekten Lagerung von Waffen angesprochen. Es handelte sich hierbei um ein sehr offenes und informatives Gespräch. Weiterhin wurde darüber diskutiert, inwieweit seriöses Sportschießen vom wilden Ballern (es gibt leider auch Schützenvereine, in denen der Sport nur ein Vorwand ist) angemessener gesetzlich abgegrenzt werden kann.
Ganz konkret sprach ich bei der Besichtigung den Vorwurf an, dass auch von Seiten der Schützenverbände immer nur Kritik an Vorschlägen zu mehr Sicherheit kommt – nie aber eigene Vorschläge als Zeichen des guten Willens eingebracht werden. Als Antwort auf genau diesen Vorwurf wurde mir gegenüber die Möglichkeit einer Begrenzung der Geschossenergie genannt. Ich kann mich zudem an eine Aussage erinnern, dass nicht alle Schützenverbände diesen Vorschlag begrüßen würden.
Ich muss dazu sagen, dass ich gerade wegen solch technischer Fragen extra nach München gefahren bin, um den Dialog auch über diese Thematik zu führen – da ich mich zwar im Gesetz, weniger aber in der Technik auskenne. Die Idee der Begrenzung der Geschossenergie fand ich sehr interessant, da dies einen höheren Beitrag zu mehr Sicherheit verspricht im Vergleich zum von Bündnis 90 / Die Grünen geforderten pauschalen Verbot von großkalibrigen Waffen (17/2130). Genau diesen Vorschlag hatten meine Gesprächspartner ja kritisiert. Der Eingriff in die bisherige Ausübung des Sportschießens erscheint mir durch diese Lösung auch deutlich geringer. Deshalb habe ich diese Idee in meiner Rede wiedergegeben. Mit der Erwähnung der Bayerischen Sportschützen wollte ich lediglich für die Zukunft das Signal setzen, dass bessere Vorschläge in Zukunft gemeinsam mit den Sportschützen gesucht werden sollten, denn dass der Antrag der Grünen keine Mehrheit findet, war absehbar. Meine Rede sollte ein Signal der Kooperationsbereitschaft sein, dass ich mir wohl hätte ersparen können.
Offensichtlich besteht bei meinen damaligen Gesprächspartnern eine andere Wahrnehmung über das Gesagte. Über die mangelnde Verbindlichkeit der damaligen Aussagen kann ich nur spekulieren.
Meine Schlussfolgerungen:
Ich werde im Zusammenhang mit dem benannten Vorschlag die bayerischen Sportschützen nicht mehr erwähnen, aber die Überlegungen zu mehr Sicherheit durch die Begrenzung der Geschoßenergie weiterhin vorantreiben.