Die vorliegende Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Frank Tempel u. a. Mitgliedern der Bundestagsfraktion DIE LINKE. „Rauschmittelkonsum und -prävention bei Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr in Afghanistan und in Deutschland“ zeigt, dass Alkoholmissbrauch auch bei den deutschen Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan ein Thema darstellt.
Alleine die Tatsache, dass in einem relativ kurzen Zeitraum (März-November 2013) 16 Soldatinnen und Soldaten aufgrund von Alkoholmissbrauch nach Deutschland zurückbeordert wurden, verdeutlicht dies.
Die neue Bundesverteidigungsministerin, Ursula von der Leyen (CDU), sollte sich dieser Thematik annehmen, gerade weil ihr die Gesundheit und Familie der Soldatinnen und Soldaten am Herzen liege, wie sie jüngst bei ihrem ersten Besuch der Truppe in Afghanistan verlauten ließ.
Bisher gibt es kaum Präventionsangebote zur Thematik innerhalb der Bundeswehr. Dabei hat erst jüngst eine Studie der Technischen Universität Dresden zwischen 2009 und 2012 eine Verdopplung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) bei Afghanistan-Veteraninnen und -Veteranen konstatiert.
Auch ist zu überlegen, ob das generelle Alkoholverbot, wie bei anderen Einsatzländern üblich (bspw. USA, Niederlande, Kroatien), ein sinnvolles Instrument zur Verhinderung von Alkoholmissbrauch darstellt. Dass Drogentests ausschließlich unangekündigt stattfinden, lässt weitere Kritik an der bisherigen Praxis zu.
Alle Antworten der Bundesregierung können Sie hier als Download nachlesen.