Maifeier zum traditionellen Tag der Arbeit

03.05.2010

Pressemitteilung des Kreisverband Altenburg

Auch in diesem Jahr wurde der traditionelle Tag der Arbeit mit einer Maifeier gewürdigt. Allerdings fand er nicht wie üblich auf den Teichterrassen statt, sondern auf dem kleinen Festplatz hinter der Schwimmhalle. Auf Einladung der Gewerkschaften, die zu den Hauptorganisatoren zählten, beteiligten sich auch die LINKE. Altenburger Land, die SPD und Bündnis 90/ Die Grünen daran. Für die Stadt Altenburg hatte der OB seine ehrenamtliche Beigeordnete Kati Klaubert entsandt, die schon bei der Begrüßung die Solidarität der Altenburgerinnen und Altenburger mit dem breiten Bündnis gegen den Aufmarsch der NPD in Erfurt zum Ausdruck brachte.

Die Rednerinnen und Redner aus den Parteien und Gewerkschaften schätzten bei der Eröffnungskundgebung die aktuelle politische Situation ein und bezogen sich dabei zum Teil auch auf regionalspezifische Probleme.

Für die LINKE. Altenburger Land sprach Dr. Birgit Klaubert, die zunächst den Erfolg des „Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik“ herausstrich und klar feststellen konnte, dass das jüngst vom Thüringer Landtag verabschiedete Kita-Gesetz nicht zuletzt durch den politischen Druck von der Straße zustande kam, der im Volksbegehren seinen Ausdruck fand. Sie dankte den Beteiligten dafür, dass sie durch ihr Engagement das bundesweit beste Kindertagesstättengesetz erkämpft haben.

Außerdem verurteilte Birgit Klaubert den aktuellen Kurs der Bundesregierung, welche die Lasten der noch immer andauernden Krise von oben nach unten verteilt. Zugunsten einer kleinen Elite, die zu allem Überfluss durch ihren Egoismus, ihre Verantwortungslosigkeit und Gier die Misere verursachte, wird die Masse der Steuerzahler belastet. Das habe auch Effekte auf die Finanzausstattung der Kommunen, was konkret am aktuellen Haushalt der Stadt Altenburg erfahrbar ist.

Etwas später, nachdem alle Redner das Podium verlassen hatten, sorgte die Jugendgruppe „LINKER IMPULS“ für Aufsehen. Sie hatte aus Protest gegen den Einsatz der Bundeswehr im Afghanistan "Krieg, eine politische Performance" vorbereitet. Zunächst fertigte der „LINKE IMPULS“ eine Soldatenleiche aus Pappmache an, die herumgetragen wurde um anschließend in einer gespielten Kampfhandlung die Erschießung sieben weiterer Soldaten nachzustellen. Die demonstrativ Erschossenen ließen sich auf eigens dafür ausgelegte Pappen fallen. Anschließend wurden die Umrisse der Gefallenen, wie bei einer polizeilichen Spurensicherung, auf den Pappen nachgezeichnet und ausgeschnitten. Die ausgeschnitten Silhouetten wurde dann deutlich sichtbar ausgelegt.

In Anbetracht der Vielzahl an Parallelveranstaltungen an diesem Tag, kann die Veranstaltung auf dem kleinen Festplatz als Erfolg bezeichnet werden, dann es gab während der Dauer der Maifeier einen regen Besucherverkehr und Raum für interessante Diskussionen.

Zurück