Jugend im Parlament bei Frank Tempel
07.06.2010
Im Rahmen des Planspiels „Jugend im Parlament 2010“ besuchten am 7. Juni die beiden Jugendlichen Lisa-Marie Prautsch und Franz Scheffler Frank Tempel in seinem Bundestagsbüro.
Ziel des Planspiels ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Prozess der Gesetzgebung greifbar zu machen. Dabei springen die TeilnehmerInnen in fiktive Rolle ein, artikulieren ihre Interessen und versuchen, ihre Ideen politisch umzusetzen. Damit soll die Arbeitsweise des Bundestages nachvollzogen werden. Im Rahmen des Projekts besuchten die beiden Frank Tempel, um ihre ersten Eindrücke zu schildern und mit ihm die gewonnen Erfahrungen zu teilen.
Im Mittelpunkt des Gespräches stand die Frage nach dem Spannungsverhätlnis zweier Regierungsfraktionen. Im fiktiven Beispiel stand das Thema im Raum, wie der kleinere Koalitionspartner sein Ziel zur Stärkung von direkter Demokratie durchsetzen könnte, obwohl dies den Bestrebungen des größeren Partners zuwider läuft. Schnell wurde deutlich, dass ein wesentlicher Bestandteil der parlamentarischen Demokratie darin besteht, Kompromisse zu schließen, um eine einheitliche Regierungsarbeit zu ermöglichen. Hierbei führte Tempel die Diskussionen innerhalb der LINKEN aus. So könne sie bspw. politische Fortschritte auf Landesebene präsentieren, müsse sich aber zugleich auch am Koalitionpartner orientieren und demzufolge bei bestimmten Punkten zurückstecken. Daraus resultiere innerhalb der LINKEN eine spannende Debatte, ob – und wenn ja, ab wann – Regierungsbeteiligungen erstrebenswert sind, so Tempel.
Wer Interesse an einer Teilnahme am Programm „Jugend im Parlament“ hat, kann sich auf der Internetseite des Projekts informieren.
Frank Tempel im Rahmen des Projekts "Jugend im Parlament" mit Lisa-Marie Prautsch und Franz Scheffler.
Reportage des Deutschen Bundestags: Jugend und Parlament (Aufzeichnung vom 05.06.2010)
